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Kryon – Fragen und Antworten

   

2004, 2. Quartal

Lieber Kryon: Nach deiner Antwort über die Moral einer Liebesbeziehung zwischen verheirateten Menschen... stellt dies, wie alle anderen Botschaften der Selbstermächtigung, den schmalen Grat zwischen Selbstverantwortung (als Teil Gottes) und der Ordnung der Gesellschaft und der Nationen in Frage. Moralvorstellungen haben ihren Schaden angerichtet (und tun es auch). Daran besteht kein Zweifel. Aber sie haben auch ihre Vorteile. Es scheint, als ob die letzten 400 Jahrhunderte von immer mehr Kriegen geplagt waren, weil die Menschen mehr und mehr selbst entscheiden, welche ethischen Regeln sie wählen.

Dies ist natürlich Teil des Prozesses, ein Gleichgewicht zu finden. Was bedeutet das für die Gesellschaften? Sind immer mehr Fälle wie Kinder, die in die Schule kommen und ihre Mitschüler umbringen, nur ein Ausdruck dieser Art von relativistischer Ethik in ihrem Entstehen (und Ausgleichsprozess)?

KRYON: Das ist eine gute Frage, aber die meisten werden sie nicht verstehen, und auch nicht die Antwort. Lasst mich also nur sagen, dass sich die Gesellschaft spirituell weiterentwickeln wird. Dies wird eine moralische Basis schaffen, die in realistischen menschlichen Bestrebungen viel ausgewogener ist, als eine, die geschaffen wurde, um die Massen zu kontrollieren. Gegenwärtig ist es oft schwer zu sagen, ob euer »moralischer Kompass« euch von Menschen oder von Gott gegeben wurde. In der Zukunft wird die Gesellschaft anfangen, sich auf einen Kompass zu verlassen, der von innen kommt und nicht von einem Buch der Zeitalter.

Das ist bereits im Gange, und ihr könnt es deutlich sehen, sogar in euren eigenen Gesellschaften in den letzten 200 Jahren. Erinnert ihr euch, als eure Frauen nicht wählen durften? Das war eine religiöse Frage. Wusstet ihr das? Lest es nach. Viele starben bei dem Versuch, Frauen am Wahlrecht zu hindern, und hielten es für ihre »moralische Pflicht« vor Gott, Männer an der Macht zu halten. Was glaubst du, nach wessen Regeln sie gehandelt haben?

Als in eurer Welt die erste Herztransplantation durchgeführt wurde, waren viele empört über die geistigen Auswirkungen dieses Vorgangs, weil sie glaubten, dass die Seele eines Menschen Schaden nehmen würde, wenn er das Herz eines anderen erhält. Sie waren dagegen und meinten, der Widerstand käme von Gott.

Heute lächelt man verwundert, wenn man sich anschaut, wie es in der damaligen Kultur zuging. Man fragt sich: »Was haben wir uns nur dabei gedacht?« Glaubt mir, in 25 Jahren werdet ihr das Gleiche tun! Was heute geschieht, gehört zu heute. Es repräsentiert nicht eure innere Göttlichkeit. Sie entwickelt sich immer noch durch diejenigen, die darum bitten, höher zu schwingen, und die dann die Weisheit Gottes empfangen. Die Weisheit Salomos ist eure, sie wohnt in euch. Alles, was Salomon hatte, war ein klares Verständnis für seine Göttlichkeit. Jetzt seid ihr an der Reihe.

Zum Original auf kryon.com (engl.)

   

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