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Was soll ich fragen?

Kryon durch Lee Carroll
Island, 2020-03-21

Übersetzung: Georg Keppler1)

Seid gegrüßt meine Lieben, ich bin Kryon vom Magnetischen Dienst. Falls du dich gerade erst zugeschaltet hast – das hier ist das neunte Channeling in der auf der Inselnation Island übermittelten Serie.

Die Gruppe kommt zum letzten Mal zusammen, und ich möchte zur Gruppe sprechen und Folgendes sagen: In diesen Tagen, meine Lieben, wurden bei jedem von euch einige Samen eingepflanzt. Es sind gute Samen, und wie bei allen anderen Samen auf dem Planeten, wenn sie in der Erde vergraben sind, hat der Bauer die Wahl sie zu gießen oder nicht – sie wachsen zu lassen – sie zu pflegen – oder helfend einzugreifen, wenn sie nicht wachsen. Das ist die freie Wahl jedes Einzelnen von euch.

Manche Samen wurden in jene eingepflanzt, die ohne diese Tour niemals zu einem Kryon-Channeling gekommen wären. Manche Samen gingen an jene, die neugierig waren und ein bisschen mehr über esoterische Dinge wissen wollten. Viele Samen wurden auch mit den am meisten esoterischen von euch gepflanzt, und diese Samen sind für das Wachsen von Wahrnehmung über das hinaus, was ihr zurzeit wahrnehmt.

Jeder Einzelne von euch ist Gott bekannt, ist Spirit bekannt und der schöpferischen Quelle bekannt. Ihr seid nicht durch euren Namen bekannt oder dem Gesicht, das ihr tragt, sondern durch die Merkmale eurer einzigartigen Seele, etwas das ihr besitzt und das von fast der gesamten Menschheit anerkannt ist. Die Menschen haben die Seele intuitiv als etwas erkannt, das ewig ist. Jedes Glaubenssystem auf dem Planeten spricht davon, wo die Seele nach dem Tod hingeht. Sie ist Teil von euch. Sie ist euch übergeordnet. Und selbst wenn ihr es nicht glaubt, die Jahrhunderte alte Traditionen maritimer Seefahrer sprechen immer von Seelen an Bord. Die Existenz der Seele wird vorausgesetzt. Sie ist eingeboren, sie ist etwas, das die ganze Menschheit auf irgendeiner Ebene als wirklich anerkennt. Und der Mensch, der mit der Seele verbunden ist, ist uns auch wohl bekannt. Wir wissen warum ihr möglicherweise hier seid, was ihr denkt, und was ihr braucht. Freie Wahl ist eine Wortwahl, die wir jetzt benutzen. Sie bedeutet, dass nichts geschieht, kein Samen wächst, solange ihr nicht darum bittet. Nichts Spirituelles geschieht mit euch, es sei denn ihr seid bereit, über das hinauszublicken, was euch beigebracht wurde, und – vielleicht – zu euch selbst zu sagen: Ich bezweifle, dass das wahr ist, aber ich möchte mehr wissen. Und falls du das bist, dann wärst du einfach so wie mein Partner, der jetzt auf dem Stuhl sitzt.

Ich möchte kurz eine Parabel wiederholen, die ich euch vor vielen Jahren gegeben habe, weil sie in eure Zeit passt. Wir sitzen jetzt zu einer Zeit auf dem Planeten, die sich wegen des Virus sorgt. Viel passiert bezogen auf den Versuch, das Virus zu verlangsamen, und viele ringen die Hände und fragen sich, was als Nächstes passiert. Sie haben Angst.

Die Parabel von Mutter und Sohn

Die Parabel, die ich euch jetzt gebe, wurde auch vor vielen Jahren gegeben, doch ist es eine Parabel, die Wiederholung braucht. Die Parabel dreht sich um die Mutter und den Sohn. Stellt euch einen Moment lang vor, dass eine Mutter in dieser Allegorie, in dieser Geschichte, eine kleinen Sohn hat, drei oder vier Jahre alt. Er ist wissbegierig und er lernt gerade besser zu sprechen. Die Mutter, wie alle Mütter, verbringt Zeit mit ihm, betrachtet ihn und sagt: »Oh, du hast so viel zu lernen, mein Sohn. Ich wünschte, ich könnte dir Rat geben, den du jetzt verstehen und erkennen kannst. Ich wünschte, ich könnte dir von Dingen erzählen, auf die du stoßen wirst und die dir Furcht einflößen mögen – und dir zeigen, dass sie o. k. sind. Ich wünschte, ich könnte dir die Stolperfallen des Leben mitteilen – was zu tun und was zu lassen ist –, wenn du zuhören würdest. Ich wünschte, ich könnte einen Moment mit deiner Seele haben. Ich wünschte, ich könnte eine Kommunikation haben, von der ich weiß, dass sie jetzt verfügbar ist, damit du sie hast, wenn du heranwächst. Ich weiß, dass du auf ein bestimmtes Alter zugehst, in dem du nicht zuhören wirst. Du wirst deinen eigenen Weg gehen, und dann, später, wirst du zuhören, und dann wirst du deine eigenen Dinge auf deine Weise lernen müssen.«

Jede Mutter wünscht diese Art von Dingen, während sie in die Augen des Neugeborenen schaut und sagt: »Was für ein Leben liegt vor dir! Welche wunderbaren Sachen wirst du entdecken. Ich würde dir so gern mehr zeigen.«

Stellt euch vor, dass in diesem Moment ein Engel erscheint und zur Mutter sagt: »Meine Liebe, ich werde dir deinen Wunsch gewähren, nur für einen Moment. Es wird nicht lange andauern, also nutze ihn weise. Ich möchte dass du auf dein Kind blickst, denn wenn du auf dein Kind blickst und er auf dich, dann wird er nur für wenige Momente den Geist eines Erwachsenen haben. Es wird ihm gestattet sein, drei Fragen zu stellen, und du wirst ihm antworten können, denn sein Intellekt wird genauso sein wie deiner.«

Das ist genau das, worum sie gebeten hatte! Wie dem auch sei, sie kann nichts anderes tun als seine Frage zu beantworten. Sie kann zu ihm über nichts anderes reden als das. Sie kann ihn nicht lehren oder ihm raten, was zu tun oder zu lassen ist. Er muss fragen. Er bekommt drei Fragen.

Die Mutter war erstaunt! »Das ist es«, denkt sie. »Das ist, was ich die ganze Zeit wollte. Es wird geschehen! Was für eine Gelegenheit, ihm zu helfen!«

Die Mutter bereitet sich emotional vor und geht mit ihrem Sohn in den Raum. Sie blickt in seine Augen und er blickt zurück und lächelt. »Sei gegrüßt, Mutter, ich liebe dich so sehr.« Meine Güte! Könnt ihr euch für einen Moment den Intellekt vorstellen, der in ihn wie in einen Erwachsenen hineinfließt und der dreißig Jahre oder mehr überspannt? Es war unglaublich und sie sieht, dass er sich sehr gewahr ist, was geschieht.

Die Mutter sagt dann: »Oh, das ist eine großartige Zeit, mein Sohn. Bitte stelle deine Fragen.« Der Junge schaut sich im Raum um und er blickt auf seine Mutter, ist dabei, sich zu entscheiden, was er fragen soll. Er betrachtet alle Dinge um sich herum, dann dreht er sich um und schaut aus dem Fenster. Er sagt: »Mutter, es gibt etwas, das ich schon immer wissen wollte. Warum ist der Himmel blau?«

Die Mutter ist von der Frage fast gedemütigt! Oh nein! Das kann nicht die Frage sein! Komm mit etwas Substanziellem! Wen kümmert es, warum der Himmel blau ist? Er hat die erste Frage verschwendet.

Sie gibt ihr Bestes, um die Frage zu beantworten, wie es jede Mutter tun würde. Die nächste Frage kommt und sie dreht sich um die Wellen im Ozean. Nicht schon wieder! Der Engel hat gesagt, er würde einen Intellekt haben! Er sollte so sein, wie ich bin. Er sollte wissen, was er fragen soll. Er ist klug. Warum fragt er nicht etwas Weises?

Die Mutter erörtert die Gezeiten des Ozeans und Dinge bezüglich Meer und Mond. Er hört zu und versteht offensichtlich, was sie sagt. Er ist so glücklich mit dieser Konversation! Er ist ganz und gar zufrieden und für sie beide ist es eine sehr liebevolle Zeit.

Die dritte Frage kommt, und sie ist ebenso einfach wie die beiden anderen. Die Mutter versucht angestrengt im Gleichgewicht zu bleiben und ihre Enttäuschung darüber zu verbergen, dass der Junge nicht weiß, was er fragen soll, oder wie er diesen tiefgreifenden Moment einfangen soll, um etwas wirklich Wichtiges für sein Leben herauszufinden.

Was das Kind getan hat, meine Lieben, ist, sich in seiner Wirklichkeit umzusehen, das zusammenzufassen, was er in drei Jahren bereits gesehen und erlebt hat, und die besten Fragen zu stellen, die ihm möglich sind. Er stellt die Fragen, die wichtig für seine Stufe von Wirklichkeit sind, und für seine Stufe von Erfahrung.

Die Mutter, obwohl enttäuscht, hat mit ihrem kleinen Kind die Konversation ihres Lebens gehabt und wird für immer dankbar sein, dass sie diese »magische« Zeit mit ihm hatte. Sie erkennt, dass er einfach nicht wusste, was er fragen sollte.

Die Geschichte ist eine Metapher, meine Lieben. Die Metapher bezieht sich auf euch und eure Zeit jetzt im Moment. Also frage ich euch: Was wäre, wenn euch in diesem Moment die Wahl gegeben würde, drei Fragen an den Schöpfer des Universums zu stellen. Als Mensch mit dem Intellekt, den ihr jetzt im Moment habt, was würdet ihr fragen?

Die Parabel würde darauf hinweisen, dass die am häufigsten gestellten Fragen sich um eure jetzige Situation drehen würden, in der ihr euch in euren Heimen vor dem Virus zusammenkauert. Ihr fragt vielleicht: »Warum ist das geschehen? Wie kommen wir aus diesem Schlamassel heraus? Was kommt danach?« Mit anderen Worten, ihr würdet jede Gelegenheit und Frage vergeuden, weil ihr bloß Fragen aus eurer Perspektive als Mensch stellen würdet, der in seiner eigenen Wirklichkeit von Zeit verfangen ist. Ihr würdet nicht wissen, was ihr fragen sollt, weil ihr nicht wisst, was ihr nicht wisst.

Darum endet die Parabel mit einer Lösung: Was ist die beste zu stellende Frage? Was ist die einzige sinnvolle Frage? Die Antwort ist schon immer die weiseste gewesen: Lieber Gott, lieber Spirit, lieber Schöpfer, sage mir was ich zu wissen nötig habe.

Das ist nicht wirklich ein Frage, oder? Man kann es als Frage zurechtrücken, denn es ist noch immer eine Bitte: Lieber Gott, lieber Spirit, lieber Schöpfer, sage mir: Was ist es, das ich zu wissen nötig habe? Dann könnt ihr sitzen und informiert werden oder sitzen und geliebt werden. Es ist sehr tiefgreifend, denn es ist eine Bitte, die eine Tür für alle Lehren öffnet, von denen ihr nicht wusstet, wie ihr danach fragen könnt.

Hört zu: Wenn der Junge diese Frage gestellt oder Bitte an sie gerichtet hätte – sie wäre jetzt noch immer am reden – vielleicht stundenlang oder tagelang. Versteht ihr das? Die Frage ist nicht begrenzt oder zeiteinschränkend oder linear. Eine Tür zu den Mysterien des Lebens wird geöffnet, mit der Absicht des Fragens. Das gibt euch was ihr braucht, selbst wenn ihr nicht wisst, was ihr fragen sollt!

Es kann um den nächsten Schritt in eurem Leben gehen oder darum, wie ihr auf euch selbst achtet. Noch besser vielleicht, wo ihr für eure Zukunft die richtigen Leute trefft oder die richtigen Dinge findet. Einige von denen, die ihr vielleicht trefft, mögen hier im Raum [im Seminar] sitzen, aber ihr habt sie noch nicht wirklich getroffen oder ihnen zugehört. Es gibt eine Menge Wissen, das von den Lichtarbeitern in dieser Gruppe getragen wird, meine Lieben. Ich sitze vor vielen alten Seelen.

»Lieber Spirit, sage mir was ich zu wissen nötig habe.«

Dann lehnt euch zurück. Erwartet keine Handschrift an der Wand und keine Stimme aus dem Jenseits, seid ruhig und fahrt mit eurem Leben fort. Wartet auf die Synchronizität, die zu euch gehört, dass sie die Antworten liefert, die ihr nicht erwartet habt. Das ist die am meisten reife, weise und tiefgreifende Frage, die ein Mensch stellen kann – doch sie stellen sie oft nicht. Stattdessen stellen sie Fragen zur unmittelbaren Wirklichkeit und zu Dingen, die linear sind, die nichts mit ihrer Großartigkeit zu tun haben.

Als eine alte Seele kennt ihr den Unterschied, sonst würdet ihr diese Worte nicht lesen noch diese Botschaft hören. Ich sage euch das, weil, wenn ihr von diesem Ort fortgeht, diese Dinge gebraucht werden. Mögen die Samen dieser Botschaft Wurzeln schlagen und in eurem Innern aufblühen. Mögen die Samen dieser Botschaft, die heute in jedem Einzelnen von euch gepflanzt wurden, Lösungen in euren Leben erschaffen, die für immer bestehen. Geht anders als ihr gekommen seid.

Und so ist es.

1 gesund-im-net.de – Original von kryon.com

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