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Kryon – Fragen und Antworten

   

2003, 4. Quartal

Lieber Kryon, meine 18-jährige Tochter belegt einen Theologiekurs, der an ihrer Universität vorgeschrieben ist. Sie ist aufgeregt und sehr verwirrt. Ihre Gedanken sind völlig gegensätzlich zu denen der gesamten Klasse (sie besucht eine katholische Universität, die sie selbst gewählt hat). Sie glaubt nicht an die organisierte Religion. Sie glaubt an Engel und sagt, dass "Gott" alles ist, was man von ihm/ihr erwartet. Sie hat in ihrer Klasse ein Chaos angerichtet und ist deshalb verwirrt. Sie hatte sich selbst nie als Atheistin betrachtet, weil sie glaubt, dass sie »glaubt« und ihre eigenen Ansichten hat. Sie fühlt sich sehr unwohl und hat sich an mich gewandt, damit ich ihr helfe zu verstehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann oder sollte. Ich denke, das ist ihr eigener Weg. Ich bin sehr stolz auf ihre Entschlossenheit und Offenheit bei diesem Thema und auf ihre Reife bei den Diskussionen in der Klasse. (Dieser Kurs besteht hauptsächlich aus Oberstufenschülern, und sie hat sie alle gegen sich aufgebracht). Bitte leite mich dabei, sie zu führen.

KRYON: Frag sie Folgendes: Ist sie verwirrt, wenn andere ein Essen mögen, das sie nicht mag? Stört es sie, dass es Bücher gibt, die andere lieben und sie nicht? Die Antwort ist nein. Sag ihr, dass ihre Weisheit darin besteht, »zu wissen, was sie weiß« und auch die anderen zu ehren. Sie muss nie etwas beweisen, denn sie können es auch nicht. Sie muss nie deren Meinung ändern, da die gesamte Menschheit für ihr Streben nach Göttlichkeit geehrt wird. Sag ihr, sie soll sich in dem Wissen entspannen, dass sie genauso viel über Gott weiß wie jeder andere Mensch auf diesem Planeten. Dann sag ihr, sie soll lächeln und ihren Mitschülern zuhören. Ehre ihre Suche, und vielleicht werden sie auch ihre ehren. Lass die Göttlichkeit dessen, was sie glaubt, in ihrer Haltung durchscheinen. Selbst wenn ihre Klassenkameraden sie meiden, soll sie in der Liebe zu Gott aufrecht stehen.

Manche ziehen es vor, Gott in eine Schublade zu stecken. Das ist für ihr Verständnis und ihre Anbetung bequemer. Es ist nur eine Vorliebe, und nichts ist absolut. Gott sieht und ehrt auch sie. Aber sie ist dem alten 4D-Ansatz zur Spiritualität weit voraus. Sie sieht das große Ganze und weiß, dass der Kasten, in dem Gott wohnt, sie ist.

Zum Original auf kryon.com (engl.)

   

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