Lieber Kryon, vor vielen Jahren habe ich mein eigenes Dimensionsanalysesystem erfunden, das für mich in meiner Physikausbildung sehr wertvoll gewesen ist. In diesem System sind praktisch alle Größen der Physik in einer Tabelle mit zwei Parametern organisiert, von denen einer die Dimension ist.
Dieses System hat sieben positive Dimensionen, sieben negative Dimensionen (die Kehrwerte) und die Null-Dimension. Ein Beispiel: Die Induktion ist eine siebendimensionale Größe, die Geschwindigkeit eine nulldimensionale Größe, die Kapazität eine minus fünf, Masse und Energie jeweils drei Dimensionen, die Wirkung vier Dimensionen und so weiter.
Abgesehen von dem persönlichen Wert, den dieses System für mich in meinem Lernprozess hat, hat es irgendeine Bedeutung oder einen Wert für das »elf plus null«-Dimensionsanalysesystem, von dem du sprichst? Wenn ja, hast du irgendwelche Vorschläge?
Zweitens: Der derzeitige Stand der Grundlagen der Mathematik ist immer noch voller Widersprüche. Liegt das daran, dass die Mathematik immer noch auf einem nur zwei- oder dreidimensionalen System beruht? Da die Physik derzeit mehr oder weniger auf der Mathematik aufbaut, könnte es sein, dass dies ein wenig rückschrittlich ist? Das heißt, dass die Physik (und die Metaphysik) die grundlegenderen Konzepte sind und die Mathematik in Wirklichkeit eine »Sprache der präzisen Wahrnehmung« dieser Konzepte ist und der Erforschung dieser Konzepte folgen sollte, anstatt sie anzuführen?
Drittens: Wärst du bereit, dem Konzept des »Nährstoffgehalts der Atome« Informationen hinzuzufügen, z. B. über den Unterschied zwischen den Atomen, aus denen Engelskörper bestehen, und den Atomen des menschlichen Mentalkörpers oder des physischen Körpers?
KRYON: Deine Wahrnehmungen sind eher richtig als falsch, aber noch nicht vollständig in dem Rätsel, das vor dir liegt. Ihr könnt einfach keine quantitative 4D-Logik auf ein multidimensionales Rätsel anwenden. Interdimensionales Denken und Logik werden von der Menschheit noch nicht verstanden. Außerdem habt ihr immer noch einen 4D-Verstand, und das hindert euch daran, einige der Puzzles zusammenzufügen.
Stellt euch das vor: Ihr habt ein Puzzle vor euch, aber irgendwie sind die Ränder der Teile alle vor euch verborgen. Sie sind vor euren Augen unscharf. Man sieht also die Grafik auf jedem Teil, hat aber keine Vorstellung davon, wie sie in das Puzzle »passen«. Euer Gehirn sagt euch, dass sie nebeneinander passen könnten, aber wie?
Und was wäre, wenn jedes Teil eine Grafik auf der Rückseite hätte, die man nur raten kann (die man nicht sehen kann), die aber an einer anderen Stelle des Puzzles passt? Selbst wenn man die Rückseite irgendwie sehen könnte, wie könnte man ein Puzzleteil nehmen und es dann an zwei Stellen anbringen? Verstehst du das? Ihr habt kein Konzept der Interdimensionalität – kein Modell, keinen Überblick.
Ich gebe dir einen Tipp: Mach den Tisch, auf dem das Puzzle liegt, durchsichtig. Dann stelle einen Spiegel unter den Tisch. Der Spiegel ist die interdimensionale mathematische Ganzzahl Null. Er ermöglicht es dir, die Möglichkeiten zu »sehen«, sowohl was auf der Rückseite der Teile steht, als auch wie sie in ein Puzzle passen könnten, das keine Vorder- oder Rückseite hat.
Könnt ihr euch eine Realität ohne eure Art von Zeit vorstellen? Nein. Könnt ihr euch ein physikalisches Modell vorstellen, das es der Materie erlaubt, durch sich selbst zu fließen? Nein. Könnt ihr euch eine Realität vorstellen, in der alles durch eine Konstante verbunden ist, die noch nicht entdeckt wurde und die es euch ermöglicht, Teil von allem zu sein? Nein.
Mathematik ist keine tiefgreifende Realität. Sie ist ein Konstrukt, das in eine bestimmte Realität passt und hilft, deren Funktionsweise zu erklären. Sie ist schön und logisch, aber sie steht nicht allein als Lebenskraft. Sie erklärt nur, was geschieht. Und ja, sie kann Göttlichkeit und interdimensionale Wesen erklären und die Art und Weise, wie Gott die Physik benutzt, um Universen zu erschaffen.
Die Materie, aus der die Engelwesen bestehen, unterscheidet sich nicht so sehr von eurer eigenen. Ihr könnt kein physikalisches Prinzip schaffen, das einen Engel von euch trennt. Vielleicht ist es an der Zeit, die Botschaft wirklich zu begreifen: Ihr seid dasselbe wie die engelhaften Wesen des Universums! Das, was euch von ihnen trennt, ist nicht eure atomare Struktur, sondern die Tatsache, dass ihr in einer 4D-Welt operiert, in der mehr als die Hälfte eurer tatsächlichen dimensionalen Realität vor euch verborgen ist.
Ihr versteht nicht, dass ihr die Kontrolle über die Elemente habt. Ihr versteht oder glaubt nicht, dass ihr ohne euren Körper reisen und sofort überall im Universum sein könnt. Ihr glaubt nicht, dass ihr der Herr über eure eigenen Zellen seid. Euer Verständnis dafür ist so begrenzt, dass ihr euch von den Elementen und Körpern, in denen ihr existiert, versklavt fühlt – immer in der Hoffnung, dass sie euch gut behandeln werden.
Stellt euch den größten Künstler der Welt vor, auf einem anderen Planeten in einer anderen Gesellschaft. Er wächst mit dem Wissen auf, dass er zeichnen und malen kann, aber nirgendwo findet er ein Vorbild dafür. Niemand malt oder zeichnet auf diesem neuen Planeten. Tatsächlich gibt es auch keine Materialien dafür, und zu seinem Entsetzen stellt er schließlich fest, dass die meisten der Wesen nicht einmal Hände und Finger haben! Aber er hat sie. Sein ganzes Leben lang weiß er, dass er unglaubliche Kunstwerke malen kann – verblüffend in ihrem Umfang an Reichtum und Schönheit. Aber die Menschen um ihn herum halten ihn für verrückt und haben solches Denken für ein sterbliches Wesen verboten, indem sie Religionen entwickelt haben, die sagen: »Nur Gott kann malen« und »Nur Gott hat Hände und Finger«.
Seht ihr? Innerlich wisst ihr es besser. Aber im Äußeren müsst ihr noch die Farben oder die Oberfläche zum Malen finden, oder in manchen Fällen bezweifelt ihr sogar, dass ihr Hände habt! Das ist der Unterschied zwischen euch und den Engeln. Eure Göttlichkeit ist intuitiv und grenzenlos, aber eure Realität lebt an einem anderen Ort – einem Ort, an dem man euch sagt, dass ihr kein Meister sein könnt, mit Religionen, die euch auf den Knien halten.